Eingewachsene Haare: Was nun?

Eingewachsene Haare: So kann man sie verhindern

Eingewachsene Haare an sämtlichen Körperstellen sind nicht ungewöhnlich. Lediglich an den Innenseiten der Hände oder an den Fußsohlen geht das nicht, weil da keine Haare wachsen. Besonders an den Stellen, an denen die Haare immer wieder entfernt werden, besteht die Gefahr des Einwachsens.

Eingewachsene Haare richtig behandeln, vorbeugen und entfernen!

Dabei spielt die Form der Haarentfernung, Wachsen, Epilieren oder Rasieren, keine Rolle. Haare haben eine Haarwurzel mit der sie in der Haut sitzen. Die Wurzel umgibt ein Follikel. Es kann passieren, dass das Haar unter der Hautoberfläche zu kurz abgeschnitten oder abgerissen wird. Dann findet es nicht mehr den richtigen Weg durch die Haut.

Besonders groß ist diese Gefahr bei verstopften Poren. In dem Fall bleibt dem Haar nichts Anderes übrig als parallel zur Hautoberfläche unter der Haut weiterzuwachsen.

Die Haut kapselt das Haar ab und stößt es mit der Zeit ganz ab. Ist in der Haut nur eine kleine Verletzung, durch die Bakterien eindringen können, ist die Haarwurzel von diesem Haar ein Entzündungsherd. Die Folge ist eine Schwellung mit Eiter mit rotem Hof.

Wenn nach dem Epilieren Haare einwachsen

Das Epiliergerät packt die Haare an der Wurzel und zupft sie aus. Bei falschem ansetzen oder zu langen Haaren kann das Gerät allerdings die Haare nicht richtig packen. Dann werden sie zu weit oben abgerissen. Bereits nach kurzer Zeit können dann wieder Stoppeln auftauchen. Haben die Haare keine Möglichkeit den Weg durch die Haut zu finden, passiert es, dass sie einwachsen. Kleine Pusteln können sich allerdings auch nach etwa einer Woche bilden, selbst wenn beim Epilieren alles richtiggemacht wurde. Bildet sich ein roter Hof um die kleinen Pickel und es sammelt sich Eiter darin, hat sich die Haarwurzel entzündet.

Was tun bei entzündeten Haarwurzeln?

Die Behandlung sollte nicht selbst durchgeführt werden, wenn es sich entzündet hat. Ist der kleine Pickel nicht entzündet sollte nur mit steriler Nadel und Pinzette an die Entfernung des eingewachsenen Haares gegangen werden. Bleibt die Entzündung bestehen, sollte baldmöglichst ein Arzt aufgesucht werden, da aus einer kleinen entzündeten Haarwurzel ein Abszess oder Furunkel entstehen kann. Entzündete Haarwurzeln werden durch Bakterien hervorgerufen. Zuerst sollte die entzündete Stelle desinfiziert und anschließend mit einer antibiotischen Salbe behandelt werden. Reicht das nicht aus, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden.

Welche Mittel können helfen?

Eine Zugsalbe kann bei einer entzündeten Haarwurzel im Anfangsstadium zum Einsatz kommen. Ein alternatives Hausmittel ist Teebaumöl. Es ist antibakteriell und hat pflegende Eigenschaften für die Haut. Mit einem Wattestäbchen wird das Öl vorsichtig auf die entzündete Stelle aufgebracht. Warme Kamille Kompressen können ebenfalls helfen. Dafür einen starken Kamillentee kochen, auskühlen lassen und ein sauberes Baumwolltuch mit dem Tee tränken. Das Tuch vorsichtig auf den betroffenen Bereich auflegen. Zur Unterstützung sind die Schüssler Salze Nummer 1, 11 und 12 geeignet. Sie können eingenommen werden. Alternativ lassen sie sich mit Wasser als Brei angerührt auf die Stelle auftragen. Dass die entzündete Stelle bei einer neuen Epilation komplett gemieden werden sollte, versteht sich wohl von selbst. Die erneute Haarentfernung an der Stelle ist erst nach komplettem Abklingen der Entzündung wieder möglich.

Beim Epilieren vermeiden, dass Haare einwachsen

Vorbeugemaßnahmen können helfen zu verhindern, dass Haare einwachsen. Besonders, wenn bekannt ist, dass eine Neigung zu eingewachsenen Haaren besteht, sollte versucht werden das zu verhindern. Richtiges Epilieren ist das A und O. Das Gerät muss richtig aufgesetzt werden. Nur so kann der Epilierer die Haare richtig greifen und auszupfen. Auf diese Weise besteht weniger die Gefahr, dass die Haare abbrechen, was gegen eingewachsene Haare helfen kann. Lange Haare neigen beim Epilieren abzubrechen. Das Gerät braucht mehr Kraft die langen Haare zu entfernen, was den Haarfollikel verändern kann und die nachkommenden Haare wachsen schräg. Bestens geeignet zum Epilieren sind Haare zwischen drei und fünf Millimetern. Gegen verstopfte Poren hilft ein Peeling. Ein sanftes Peeling sollte ohnehin regelmäßig in der Körperhygiene enthalten sein, einen Tag vor der Epilation aber besonders. Fett- oder ölhaltige Cremes sollten am Tag des Epilierens nicht zum Einsatz kommen. Ein warmes Bad oder eine warme Dusche können die Poren weiten und sind eine gute Vorbereitung auf das Epilieren. Gut ist ebenso eine durchblutungsfördernde Massage. Die Haare lösen sich auf diese Weise leichter. Die Nachpflege ist nicht zu unterschätzen. Eine feuchtigkeitsspendende, fettfreie Lotion, beispielsweise mit Aloe Vera ist gut geeignet. Enge und synthetische Kleidung gilt es zu vermeiden.

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