Dauerhafte Epilation im Vergleich: IPL-, SHR- RF-Technologie

Wer wünscht sich nicht an bestimmten Körperstellen, dass dort niemals mehr Haare nachwachsen? Das ständige Rasieren oder Hantieren mit Wachs kann auf die Dauer ziemlich nerven – zudem sind manche Methoden recht schmerzhaft. Hinzu kommt die Tatsache, dass jede Person entweder regelmäßig bestimmte Körperregionen behandelt, um stets auf alles vorbereitet zu sein oder: Man rasiert zum Beispiel den Intimbereich nur dann, wenn man Schwimmen gehen möchte. Aber in diesem Fall geht ganz klar die Flexibilität und Spontanität verloren. Klar, dass eine andere Lösung gefragt ist, die auf Dauer alle unnötigen und störenden Haare entfernt. Fachleute haben hier drei Varianten zur Auswahl. Diese möchten wir Ihnen kurz vorstellen, damit auch Sie in Zukunft die für Sie perfekte Chance der dauerhaften Haarentfernung finden.

Dauerhafte Haarentfernung mit IPL, SHR, RF im Vergleich

IPL (Intense Pulse Light)

Das IPL Verfahren funktioniert mit Lichtblitzen. Diese Lichtblitze werden an die Haut abgegeben, sobald das IPL Gerät die Haut berührt. Anschließend werden diese Lichtblitze über das im Haar vorhandene Melanin an die Haarwurzeln weitergegeben. Die Haarwurzeln sterben aufgrund der so entstehenden Wärme ab.
Allerdings hat diese Variante einen kleinen Nachteil: Das IPL Verfahren wirkt nur bei Haaren, die im Moment aktiv sind – also gerade wachsen möchten. Alle anderen Haare müssen zu einem späteren Zeitpunkt behandelt werden. Daher werden immer mehrere Behandlungen im Abstand von ein paar Wochen notwendig. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass dunkel gebräunte Haut die Lichtblitze aufnimmt. In diesem Fall werden die Lichtblitze nicht mehr an die Haarwurzel weitergegeben. Das Ergebnis: Die Haarwurzeln sterben nicht ab. Daher eignet sich die IPL Methode nicht für dunkel gebräunte Haut und nicht für helle Haarfarben – denn hier fehlt eindeutig das Melanin.

SHR (Super Hair Removal)

Die SHR Methode funktioniert ähnlich wie die IPL Methode. Auch hier wird mit Licht gearbeitet, das anschließend in Wärme umgewandelt wird. Diese Wärme führt auch hier dazu, dass die Haarwurzeln absterben. Der große Unterschied zum IPL Verfahren lautet, dass hier zusätzlich die Stammzellen der Haare behandelt werden. Denn auch die untere Hautschicht wird hierbei erwärmt. Aus diesem Grund ist die SHR Methode in der Lage, wesentlich mehr Haare auf einmal für immer zu entfernen. Ebenso stellt sich hier der Vorteil ein, dass nicht nur einzelne Lichtimpulse abgegeben werden, sondern im Gleitverfahren gearbeitet wird. Dies führt zu einer schnelleren Behandlung und das exakte Aufsetzen des Gerätes ist nicht mehr notwendig.
Die großen Vorteile der SHR Methoden lauten: Auch helle Haare, die wenig Melanin besitzen, können mit dieser Technik behandelt werden. Ferner muss sich das Haar nicht im Aktivmodus befinden. Das Resultat liegt klar auf der Hand: Wesentlich mehr Haare können mit einer Behandlung auf Dauer entfernt werden.

RF-Technologie

Bei der RF Technologie wird Strom verwendet, der die Haarwurzeln zerstört. Im Detail funktioniert es so, dass durch den Strom die Haarwurzel erwärmt wird und zwar von außen nach innen. Hierdurch ist es möglich, mit höheren Temperaturen zu arbeiten: Mehr Haarwurzeln werden so vernichtet und am erneuten Wachstum gehindert. Der größte Vorteil lautet jedoch, dass bei der RF-Technologie nicht über das Melanin behandelt wird. Dies führt dazu, dass die RF-Technologie für alle Haut- und Haartypen geeignet ist – unabhängig von deren Farbton. Verbrennungen, die teilweise bei den anderen Methoden auftreten können, werden bei der RF-Technologie verhindert. Der Grund liegt darin, dass hier die Elektroden gleichzeitig gekühlt werden. Der Patient empfindet diese Variante als sehr angenehm.

Kombinierte Methoden

Um ein möglichst hohes Ergebnis zu erzielen, gibt es Geräte, die zwei der oben genannten Methoden kombinieren. So gibt es das SHR-IPL Verfahren, bei dem zusätzlich helle Haare behandelt werden können. Zudem wird bei dieser Kombination nur mit einer Temperatur von 45 Grad Celsius gearbeitet – Hautirritationen werden so erfolgreich verhindert.

Ein weiterer Mix lautet: IPL-RF. Bei dieser Kombination werden die Haare per RF-Technologie auf 60 Grad Celsius erwärmt und anschließend mit IPL und einer Temperatur von 70 Grad Celsius behandelt. Die Mischung aus diesen beiden Verfahren lässt es zu, dass jede Haarfarbe behandelt werden kann.

Relativ neu ist der Mix aus allen drei vorgenannten Methoden. Hierbei hat der Behandler die Chance, entweder eine Methode zu verwenden oder eine Mischung daraus. Somit können alle Haut- und Haartypen behandelt werden, auch stark gebräunte Haut. Für den Fachmann steht der Vorteil fest: Er benötigt nur ein Gerät, mit dem er gezielt auf die persönliche Situation der zu behandelnden Person eingehen kann.

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