Sugaring: Haarentfernung mit Zuckerpaste

Viele greifen nicht mehr zum Rasierer, sondern suchen nach alternativen Haarentfernungsmethoden. Eine hiervon stellt das Sugaring dar, das eine ähnliche Funktionsweise wie das Epilieren hat. Ebenso hat das Sugaring einen längerfristigeren Erfolg als das Rasieren. Nicht umsonst weist das Sugaring eine jahrhundertelange Tradition nach und wird im Orient als Halawa bezeichnet. Unter diesem Begriff bieten viele Kosmetikstudios diese Art der Haarentfernung an. Wie das Entfernen der Haare mit der Zuckerpaste funktioniert und was Sie hierbei zu beachten haben, erfahren Sie hier.

Funktionsweise vom Sugaring

Haarentfernung mit Zuckerpaste

Beim Sugaring werden die Haare mit der Haarwurzel herausgerissen, wie beim Epilieren oder Wachsen. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass bei dieser Methode weniger Schmerzen entstehen.

Das liegt daran, dass die Zuckermasse in die Hautfollikel und die Hautzellen eingearbeitet wird. Ebenfalls werden die Haare nicht entgegen ihrer natürlichen Wuchsrichtung, sondern mit dieser herausgerissen. All dies führt zu den geringeren Schmerzen. Die Tatsache, dass beim Sugaring nur natürliche Stoffe verwendet werden, führt zu der großen Fangemeinde dieser Haarentfernungsmethode.

Bei der Haarentfernung mit der Zuckermasse sollten die Haare eine bestimmte Länge besitzen: Perfekt wäre zwischen zwei und fünf Millimeter. Längere Haare sollten vorher mit dem Rasierer auf diese Länge zurückgeschnitten werden.
Die aufgetragene Zuckermasse kann nach dem Abziehen erneut verwendet werden – solange, bis sie ausgehärtet ist.

Zuckermasse selber herstellen

Es gibt zwar verschiedene Rezepte für eine Zuckermasse, aber das Grundrezept lautet: 200 Gramm Zucker mit 30 Milliliter Zitronensaft mischen und diese Masse zusammen mit Wasser aufkochen. Sobald die Masse kocht, sollte sie noch mindestens 15 Minuten auf schwacher Stufe weiter köcheln, bis sie eine zähe Konsistenz erreicht hat. Viele verfeinern diese Masse mit einer Prise Salz, mit einem Duftöl nach Belieben und/oder mit Honig. Wichtig ist nur, dass eine ausreichende Menge Zucker verwendet wird. Nach dem Aufkochen sollte die Masse bis zu einer angenehmen Temperatur abkühlen. Achtung: Hierbei darf sie nicht zu sehr abkühlen, eine lauwarme Temperatur wäre gut.

Anwendungstipps

Die Zuckermasse wird in kleinen Portionen aufgetragen. Hierzu ein kleines Stück der Zuckermasse entnehmen und in der Hand zu einer Kugel formen. Anschließend wird dieses Stück auf die zu enthaarende Stelle aufgetragen – entgegen der Wuchsrichtung. Hierbei sollte die Masse ein bisschen in die Haut einmassiert werden. Sobald die Masse angetrocknet ist, muss sie mit der Wuchsrichtung der Haare wieder abgezogen werden. Hierzu sind oft mehrere Wiederholungen nötig, bis der Streifen von der Haut gelöst ist. Wenn man sofort auf die behandelte Hautstelle drückt, dann wird die Bildung von blauen Flecken und Pickelchen verhindert. Experten raten dazu, ab dem dritten Tag nach dem Sugaring die Haut auf besondere Weise zu verwöhnen: Man soll alle zwei bis drei Tage ein Hautpeeling durchführen. Damit werden Pickelchen komplett vermieden.
Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, muss die Haut auch vor der Anwendung behandelt werden. Wichtig ist, dass die Haut frei von allen Rückständen ist. Daher wird empfohlen, vorher zu duschen oder zu baden und zusätzlich die zu behandelnde Stelle mit einer alkoholisierten Mischung zu reinigen. Hierbei muss natürlich beachtet werden, welche Stelle behandelt wird, denn nicht jede Körperregion verträgt den Alkohol. Nach der Reinigung kann die Stelle mit Puder behandelt werden: Dieser entzieht der Haut die Feuchtigkeit und lässt die Zuckermasse besser haften.
Nach der Behandlung sollten die betroffenen Körperregionen mit warmen Wasser abgewaschen werden. Somit werden alle Rückstände entfernt und die Hautporen können nicht verstopfen.
Normalerweise kommt es beim Sugaring zu keinen Schmerzen. Um diese jedoch vorsichtshalber auszuschließen, kann die Haut vorher mit einem Massagehandschuh behandelt werden. Hierdurch erhöht sich die Durchblutung und die Haare können schneller und schmerzfreier herausgezogen werden. Ähnlich verhält es sich mit einer Hautirritation: Erfahrungen zufolge treten so gut wie keine Irritationen auf. Wer die Haut nach der Behandlung kühlt und mit einer pflegenden Lotion behandelt, verhindert sowohl Pickelchen als auch rote Flecken. Ebenso sollte anschließend keine enge Kleidung getragen werden. Daher unser Tipp: Am Abend das Sugaring nutzen, damit sich die Haut über Nacht erholen kann.

Behandlungsdauer und Erfolg

Leider hat das Sugaring einen Nachteil: Die Behandlung kann relativ lange dauern, natürlich abhängig davon, welche Körperstelle von den Haaren befreit werden soll. Wer beide Beine enthaaren möchte, der muss mit einer bis eineinhalb Stunden rechnen. Diese Zeit nimmt man jedoch gerne in Kauf, wenn man bedenkt, dass die Beine anschließend bis zu sechs Wochen von den Haaren befreit sind und die Haut zudem seidenweich wird.

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